1872: Gründung der Buchbinderei Lachenmaier in Reutlingen durch Gottlieb Lachenmaier, der sich zunächst auf Gesangbücher spezialisiert.
1938: Die ersten Bücher mit Leinenbänden werden für verschiedene deutsche Verlage produziert.
1955: Im Nachkriegsdeutschland stellt Josef Faulhaber die entscheidenden Weichen für die Zukunft der Reutlinger Buchbinderei. Er veranlasst den Umzug in größere Fertigungshallen am heutigen Standort in Reutlingen, erweitert die Produktionspalette und optimiert die Fertigung durch den Einsatz moderner Buchbindereimaschinen.
1962: Walter Zendler wurde Mitgeschäftsführer und beweist Innovationswillen. Er produziert als eine der ersten Buchbindereien in Deutschland Musterkollektionskoffer.
1970: Das Unternehmen avanciert unter Walter Zendler zum Qualitätsführer für die Herstellung und Veredelung einzigartiger Produkte im Buchbereich. Für namhafte Verlage wie Suhrkamp, S. Fischer oder den Artemis & Winkler Verlag wird Lachenmaier zur ersten Adresse für die Produktion ihrer Prestigeprodukte.
1971: Lachenmaier erhält den Auftrag zur Fertigung von Meyers 25-bändigem Enzyklopädischen Lexikon. Dieser Auftrag kennzeichnet den Beginn einer bis heute bestehenden Zusammenarbeit mit dem Bibliographischen Institut, das 1984 mit dem F.A. Brockhaus fusioniert.
1989: Die erste Künstlerausgabe der Brockhaus Enzyklopädie, gestaltet vom Künstler Friedensreich Hundertwasser, wird in Reutlingen produziert. Für die Buchdecken entwickelt Lachenmaier eine neue und besondere Beflockungstechnik.
1990: Die Spezial-Buchbinderei Lachenmaier festigt ihren Anspruch als Qualitätsführer der Branche. Immer mehr Werbe- und Agenturkunden greifen bei der Produktion von Sonderprodukten, Werbe- und Imagebroschüren auf das Know How aus Reutlingen zurück.
2000: Auch für die Produktion der zweiten Künstlerausgabe des Brockhaus, diesmal gestaltet von André Heller, erhält Lachenmaier den Auftrag. Die besondere Herausforderung dabei ist, die dauerhafte und belastbare Verbindung des Lederrückens mit den Kunststoff-Kassetten zu garantieren. Wie sich zeigt, findet Lachenmaier hierfür die perfekte Lösung.
2003: Die Zusammenarbeit mit dem renommierten britischen Verlag The Folio Society beginnt, der bekannt ist für höchste Ansprüche an Qualität in Sachen Prägung, Einband und Schnitt. Lachenmaier erweist sich hier als idealer Partner für Beratung, Gestaltung und Produktion. Ein beeindruckendes Ergebnis der Kooperation kommt 2006 auf den Markt: Die Shakespeare Gesamtausgabe, in Halbleder gebunden, mit Büttenrand und Kassette.
2007: Neugründung der Lachenmaier GmbH durch eine Münchner Investorengruppe und leitende Angestellte des Unternehmens. Noch im gleichen Jahr startet die Fertigung der dritten Künstlerausgabe der Brockhaus Enzyklopädie in Reutlingen. Diesmal zeigte sich der Schauspieler und Maler Armin Müller-Stahl für die Gestaltung verantwortlich.
Heute und in Zukunft: Die Entwicklung und Gestaltung neuer Produkte wird systematisch vorangetrieben. Lachenmaier übernimmt hierbei gern die Rolle des Ideengebers und innovativen Entwicklungspartners.